Messung und Überwachung von Erschütterungen

Im Schienen- und Straßenverkehr, bei Sprengungen oder auch auf Baustellen, Erschütterungen können in den unterschiedlichsten Bereichen auftreten. Je nach Stärke treten durch die Schwingungen belastende Störungen für Menschen oder die Strukturen von Gebäuden auf. Um diese frühzeitig zu erkennen und Fehler bei Arbeiten auf dem Bau zu vermeiden können Messgeräte zur Überwachung von Erschütterungen eingesetzt werden. Für diese Erschütterungsmessungen gibt es jedoch Normen und Vorschriften, die sich hinter der DIN4150- verbergen.

Was sind Erschütterungen?

Es wird von einer Erschütterung gesprochen, wenn sich über einen Untergrund (Erdboden, Bauwerke) Schwingungen ausbreiten. In der Praxis ist es üblich die Erschütterungsimmissionen mithilfe der Schwinggeschwindigkeit zu beschreiben. Es handelt sich um eine vektorielle Größe, wodurch an einem unspezifischen Ort drei unterschiedliche Raumpunkte gemessen werden müssen. Die Wirkung der Schwingungen ist richtungsabhängig. Messgeräte zur Überwachung von Erschütterungen müssen daher neben einer Frequenzbewertung auch eine Zeitbewertung durchführen können. Ebenso ist bei Erschütterungsmessungen zu beachten, ob die Einwirkung nur auf die Menschen in den Gebäuden oder aber auch eine Einwirkung auf die Bauwerke beurteilt werden soll.

Erschütterungen auf Menschen

In den Räumlichkeiten, die für den dauerhaften Aufenthalt von Menschen gedacht sind, sollten keine spürbaren Schwingungen auftreten. Je nach Stärke, Wirkungsdauer, Häufigkeit und Art der Erschütterung können sich unterschiedliche akute Reaktionen beim Menschen hervortun. Auch wenn die Auswirkung davon abhängig ist, inwiefern der Menschen vorbelastet ist, können schwerwiegende Reaktionen entstehen. Zum einen wirkt sich die Schwingung auf die Atmung, die Muskulatur, das vegetative Nervensystem, die periphere Durchblutung sowie auf die Sinnesorgane aus. Nicht selten wird dadurch das Wohlbefinden des Menschen gestört, sodass sich dieser belästigt fühlt.

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